Damals war´s

ina_foto_roethaKönnen Sie feststellen, welche Stelle Röthas auf dieser Postkarte aus dem Verlag Reichenbach im Vogtland abgebildet ist? Schwierig stimmt´s? Erinnern Sie sich noch an den Kosmetikladen in der August Bebel Straße, in welchem Frau Scheppan und ihre Kolleginnen in den 60er Jahren Seife, Shampoos und die herrlichsten Düfte verkauften? Gleich daneben befand sich das Gut von Familie Berger. In der Rathausstraße lichtete Hansi Geuther unsere Ahnen, uns und nun schon wieder unsere Enkelkinder ab. Eine Etage tiefer, in der Drogerie von Harald Geuther  erwarben wir Vogelsand und Winterstreufutter, Fotoapparate und Blitzgeräte, Waschpulver und Baldrianperlen.

Wally Dietze betrieb neben dem Rathaus ein Schokoladengeschäft und Lochmanns Herrmann war in der Bahnhofstraße der Herr über Schuhcreme, Rotkohl, Zwiebeln und Feueranzünder. Er hatte eine grüne Eisenwaage und wenn die Schnäbel der beiden Enten genau gegenüber standen, stimmte das Gewicht. Damit dieses Wissen, welches eigentlich Heimat bedeutet, auch den nächsten Generationen nicht verloren geht, hat sich der Förderverein Rötha – Gestern. Heute. Morgen. zusammen mit der Stadtverwaltung Rötha und Herrn Bürgermeister Frisch aus Espenhain vorgenommen, ein zweites Buch zu publizieren. „Rötha, Espenhain, Mölbis, Pötzschau und Oelzschau auf Postkarten“.

Wir hatten schon unheimlich viel Spaß bei der Durchsicht der uns vorliegenden Ansichtskarten und hoffen sehr, dass noch viel mehr dieser Exemplare in Ihren Haushalten vorhanden sind. Darum bitten wir heute um Ihre Mithilfe!  Wenn Sie bereit sind uns Ihre Postkarten gegen Quittung quasi „zu borgen“, werden diese von einem Fachmann gescannt, denn bei solch einem Druck muss die Qualität einfach stimmig sein. Und es wird sicher ein dicker Wälzer dabei herauskommen, der in keiner Familie fehlen darf! Danach bekommen Sie Ihr Eigentum selbstverständlich zurück.

Die Mitbürger der neuen Gemeinden bringen ihre Karten bitte zur Stadtverwaltung Espenhain und die Röthaer vertrauen die ihren in den nächsten 8 Wochen bitte Frau Walther in der Stadtbibliothek an. Bitte sichten Sie Ihre Schätze und werden Sie „Mitautor“, denn selbstverständlich wird Ihr Name im Buch aufgeführt.

Viel Vergnügen beim Stöbern wünscht
Ina Kunze im Auftrag des Fördervereins Rötha – Gestern. Heute. Morgen.